Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 23. Juli 2017

silent sunday # 134


Da sind sie nun, die Ferien, alle Welt verreist und die wirkliche Ruhe vom Alltag kehrt ein. Mein Beitrag deshalb heute eine kleine, selbst formulierte Anleitung für Achtsamkeit. Vielleicht ist ja im Urlaub die Zeit sich auf dieses Experiment einzulassen. Schöne Ferien also!



NICHT BEURTEILEN: vermeiden von Schubladen - Denken, Kategorisieren, die inneren Kritiker und Kommentatoren „abschalten“, keine BE-urteilungen, VER-urteilungen, neutraler Beobachter sein, Ereignisse registrieren ohne jedwedes Urteil, wie ein Spiegel reflektiert wahrnehmen.

GEDULD: Geduld ist Weisheit, eine Art inneres Wissen. Sie bringt zum Ausdruck, das Dinge ihre eigene Zeit benötigen - sie werden geschehen, wahrgenommen werden, wenn der passende Zeitpunkt gekommen ist.

ANFÄNGERGEIST: bereit sein, seine persönliche Sicht der Welt als subjektiv zu erkennen - was bedeutet, die anderen Betrachtungsweisen zu akzeptieren, lernen den Reichtum des Augenblicks sehen zu können.  Den Geist des Anfängers entwickeln durch eine innere Einstellung der OFFENHEIT, die bereit ist alles so zu sehen, als wäre es das erste mal.

VERTRAUEN: Vertrauen in die eigene Weisheit entwickeln, den eigenen Gefühlen, der eigenen Intuition trauen. Das Leben trägt Es ist unmöglich jemand anderes zu werden, wohl aber immer mehr und vollkommener man selbst zu sein!

NICHT GREIFEN: nicht - greifen meint: vermeiden, mit jeder Handlung einen Zweck zu verfolgen. Meditation ist aktives Nichts Tun, das „einfache“ SO SEIN. 

AKZEPTANZ: Akzeptanz, der eigenen Person so wie sie im gegenwärtigen Zeitpunkt ist. Ein innerer Aussöhnungsprozess. Ein Problem, das sich stellt, anzunehmen bedeutet, das Klima für Heilung zu schaffen. Akzeptanz bedeutet nicht, destruktiven Gewohnheiten freien Lauf zu lassen, den Wunsch nach Veränderung aufzugeben, in Passivität und Fatalismus zu verfallen. Vielmehr die Bereitschaft, Menschen und Geschehnisse möglichst unvoreingenommen, möglichst frei von Interpretationen und Wertungen  zu betrachten. In der Meditation eine innere Einstellung, Haltung zu erzeugen, die jeden Augenblick als absolut vollwertig betrachtet und ihn, so wie er sich entfaltet, darbietet, anzunehmen.

LOSLASSEN:  Loslassen: Klammern und Ablehnen sind Impulse, die wir fälschlicherweise für absolute Größen halten. In dem man ihnen keine weitere Bedeutung gibt, sie nicht weiter verfolgt, lässt man sie zu und gleichzeitig los - in schwierigen Fällen die Aufmerksamkeit auf den Vorgang des Festhaltens richten. Die Art und Weise wie wir etwas festhalten lehrt uns eine Menge über das loslassen.

Kommentare:

  1. Losgelassen hab ich es, das Hüftgelenk, das aufgelöste, der Milchstraße gleich.
    Eingetauscht in ein Kunstding von arpscher Formschönheit.
    Sonntagsgrüße
    Astrid

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  2. Danke. Ich übe noch. Liebe Grüße, Eva

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  3. Liebe Petra, Danke für diese schöne persönliche Zusammenfassung. Ganz herzlich, Elvira

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  4. ...schöne Ferien wünsche ich dir auch und vielen Dank für die Anregungen...

    LG Augusta

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  5. Oh ja, ich übe auch... Komme gerade vom Abendschwimmen und merke, dass ich nach turbulenten, aufregenden und schönen Wochen langsam meinen Rhythmus wiederfinde..., vorläufig jedenfalls ;-) Hab eine schöne Zeit, liebe Petra! Herzlich Ghislana

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