Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 2. Juli 2017

silent sunday # 131


Der jüdische Friedhof in Bocklemünd, letzte Woche angekündigt. ist in der Tat ein interessanter Ort mit all den altersschwachen Grabsteinen. Das passenden Licht ein ungeplanter Glückstreffer.










Gegenlicht ist ja normalerweise etwas schwierig zu fotografieren, ergab aber genau im richtigen Moment eine mystische Atmosphäre. Mühe macht mir, die Helligkeit am Bildschirm abzuschätzen, wobei die in diesem Fall so wichtig ist für die Stimmung des Bildes. Je nach dem in welchem Winkel ich den Laptop Bildschirm aufklappe, sieht das Bild gleich anders aus. Hilfe und Beratung sind ausdrücklich erwünscht. 


Kleine Veränderungen im Ausschnitt bewirken sofort eine andere Wirkung, das fällt mir die Entscheidung so schwer.



















Zudem entdecke ich gerade wieder die besondere Ausstrahlung einer S/W Aufnahme! Im Museum Ludwig läuft zur Zeit eine kleine, feine Ausstellung mit Bildern von Henri Cartier Bresson. Abzüge auf silber Gelatine Papier mit feinsten Graumodulation, da geht mir das Herz auf.




























Viel Unterschied ist es nicht, wenn die ursprüngliche Farbigkeit sich eh im unbunten Spektrum abspielt. Wie einfach ist es heute ein Bild zu manipulieren. Mal eben mit dem Mauszeiger am Regler gedreht, und schon gibt es alternative Fakten! Da muss Frau standhaft bleiben und sich auf das wesentliche verlassen: auf den inneren Instinkt und der intendierten Bildaussage gerecht werden. 


Mit der neuen Kamera (Fuji Pro 2) kämpfe ich zudem noch, den Fokus selber zu bestimmen. Damit kann ich ja bewusst den Blick des Betrachters lenken und die Aufteilung von Vordergrund, mittlerer Ebene und Hintergrund bestimmen. Heute werde ich damit weiter üben, in der Ausstellung von Sidival Fila im Kirchengebäude St. Peter, in Köln. Mehr davon nächste Woche.

Inwieweit Friedhof und Weltpolitik eine Verbindung haben mag sich jeder selber denken. Hier meine Empfehlung sich das Greenpeace Symbol aus dem Internet zu holen und vielfach zu verwenden.
"Planet Earth First" heisst die Botschaft von Greenpeace, hier eine Schablone zum ausdrucken.

Kommentare:

  1. Ich bin begeistert von Deinen Bildern. Für mich haben die alten jüdischen Friedhöfe eine sehr besondere Sprache. Nie vergessen!
    Magdalena

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  2. So feine Stimmungen, ich würde gleich dorthin wollen.... Und danke für planet earth first 💛. Liebe Grüße Ghislana

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  3. eine sehr behutsame Art haben Deine Bilder, die Modulation von Licht. Gefällt mir sehr. Liben Gruß von Eva

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