Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 16. Juli 2017

silent sunday #133 Kunst & Inspiration



St. Peter und die Ausstellung des Künstlers Sidival Fila.
inklusive den Experimenten wann die Kamera wo den Fokus setzt. Nächste Woche werde ich in das Fachgeschäft gehen und mir die Technik erklären lassen. Heute lenke ich den Fokus gedanklich auf diese Kunst mit Fäden. Irgendwie empfand ich die Abbildungen spannender als die Originale.




Wir denken an das schwarze Quadrat von Malewitsch?



Im Makro Bereich entstehen ganz andere Eindrücke, immer wieder finde ich das richtig gut, welche "Welten" sich dann entdecken lassen. Auf einmal denke ich an die Lamellen von Pilzstengel. Erst in der ganz nahen Ansicht sind die Fäden erkennbar und zeigen die Machart. 




Im oberen Kirchenbereich gab es diese Objekte zu sehen, eingenähte Weinreben die mich in den bizarren Verrenkungen sehr an Tote erinnerten. Der Künstler hatte dieses NICHT beabsichtigt, so die Auskunft. Und er hat mir gestattet diese Bilder zu posten. Wir beachten doch das Urheberrecht, nicht wahr!




Zuletzt noch die Visualisierung seine Idee, den Raum der Kirche durch quer verlaufende Fäden zu verändern. Aus einer vollkommen anderen Perspektive, mit meinem Blick eben, entsteht ein gänzlich verwirrendes Bild. Das ist Absicht. Eine 45 Grad Drehung entzaubert es, aber DAS wollen wir doch nicht, oder?








Sonntag, 9. Juli 2017

silent sunday # 132 Kunst & Inspiration




Heute dreht sich alles um Architektur. Die Stille kann man hören, wie ich meine, besonders in Kirchenräumen. (Wenn nicht gerade Pfarrfest ist und die Kinder die Erlaubnis haben im Kirchenschiff rumzulaufen, wie letzten Sonntag in St. Peter, Köln.)



Vielleicht liegt es an der Deckenhöhe,  weil seid der Romanik in Kirchen eben hoch hinauf gebaut wird?  




Immer wieder stehe ich auf Kriegsfuss den gewünschten Fokus einzustellen, mit der FUJI Pro 2. Besonders mit diesem unteren Bild entsteht ja erst dadurch ein interessantes Motiv, weil ich die Schneckenform zum Bildzentrum erkläre.



Und Frau sollte zu Orten mit wenig Licht einfach mal das Stativ mitnehmen. Aber ich bin ja lernfähig, hoffentlich.





Ich experimentiere weiter mit S/W, was ja digital so einfach herzustellen ist. Es ist so einfach mit einem Klick mal ein Foto in zwei Alternativen auszuprobieren. Welche Mühe war das damals, als man noch bei jedem Foto sorgsam überlegen musste, denn bei Bild 36, mit Glück auch erst bei Bild 37, war Schluss und der Film zu Ende.



Zwei "Stille Leben" zum Schluss. (Das Wort Stillleben, mit "3 L" will mir nicht gut über die Tasten kommen…)






Mehr zum Künstler, der bis zum 2.7. dort ausgestellt hatte, folgt mehr nächste Woche.



Sonntag, 2. Juli 2017

silent sunday # 131


Der jüdische Friedhof in Bocklemünd, letzte Woche angekündigt. ist in der Tat ein interessanter Ort mit all den altersschwachen Grabsteinen. Das passenden Licht ein ungeplanter Glückstreffer.










Gegenlicht ist ja normalerweise etwas schwierig zu fotografieren, ergab aber genau im richtigen Moment eine mystische Atmosphäre. Mühe macht mir, die Helligkeit am Bildschirm abzuschätzen, wobei die in diesem Fall so wichtig ist für die Stimmung des Bildes. Je nach dem in welchem Winkel ich den Laptop Bildschirm aufklappe, sieht das Bild gleich anders aus. Hilfe und Beratung sind ausdrücklich erwünscht. 


Kleine Veränderungen im Ausschnitt bewirken sofort eine andere Wirkung, das fällt mir die Entscheidung so schwer.



















Zudem entdecke ich gerade wieder die besondere Ausstrahlung einer S/W Aufnahme! Im Museum Ludwig läuft zur Zeit eine kleine, feine Ausstellung mit Bildern von Henri Cartier Bresson. Abzüge auf silber Gelatine Papier mit feinsten Graumodulation, da geht mir das Herz auf.




























Viel Unterschied ist es nicht, wenn die ursprüngliche Farbigkeit sich eh im unbunten Spektrum abspielt. Wie einfach ist es heute ein Bild zu manipulieren. Mal eben mit dem Mauszeiger am Regler gedreht, und schon gibt es alternative Fakten! Da muss Frau standhaft bleiben und sich auf das wesentliche verlassen: auf den inneren Instinkt und der intendierten Bildaussage gerecht werden. 


Mit der neuen Kamera (Fuji Pro 2) kämpfe ich zudem noch, den Fokus selber zu bestimmen. Damit kann ich ja bewusst den Blick des Betrachters lenken und die Aufteilung von Vordergrund, mittlerer Ebene und Hintergrund bestimmen. Heute werde ich damit weiter üben, in der Ausstellung von Sidival Fila im Kirchengebäude St. Peter, in Köln. Mehr davon nächste Woche.

Inwieweit Friedhof und Weltpolitik eine Verbindung haben mag sich jeder selber denken. Hier meine Empfehlung sich das Greenpeace Symbol aus dem Internet zu holen und vielfach zu verwenden.
"Planet Earth First" heisst die Botschaft von Greenpeace, hier eine Schablone zum ausdrucken.