Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 25. Juni 2017

silent sunday # 130


"Orte, wo man die Stille hören kann".  So nenne ich mein aktuelles und zukünftiges Fotoprojekt.



Im Schlimmsten Falle interessiert sich Niemand für das, was ich poste, dennoch ist es ein Gewinn für mich ganz persönlich! Hier kündigen sich Themen an und neue Kunst Projekte ergeben sich "zufällig".




Wie bei der Ausstellungseröffnung letzten Donnerstag im "Stiftungssaal" vom Wallraf-Richartz-Museum.
Nach der Einführung wurden die Verdunklung wieder hoch gefahren und ein extrem spannender Anblick zeigte sich: das Innere von St Alban.
Durch die Scheiben mit dem Handy fotografiert ergibt sich auf der "zwischen Ebene" die Spiegelung  der quadratischen Innenraum Beleuchtung.




Wie mit stürzenden Linien umgehen? Da steckt noch Potential drin! Aber mit S/W etwas "Drama" reinzubringen gefällt mir sehr und erinnert mich am meine fotografische Vergangenheit während des Studiums. (Mit Nikon F2 gänzlich ohne Automatik fotografiert).


Zum Ausstellungs-Ereignis war Amy Ernst aus Florida angereist, die Enkelin von Luise Straus-Ernst. Während mein Post online geht bin ich auf dem jüdischen Friedhof in Bocklemünd, wo der Rabbiner das Kaddisch für die Großmutter betet und den Gedenkstein einweiht. Luise Straus-Ernst wurde noch 1944 in Auschwitz vergast. So ist der Stein symbolisch, es gibt kein Grab von ihr.
Der jüdische Friedhof ist ein Platz, den ich dem neuen Thema zuordne. Mit der Kamera möchte ich dort auf die Suche gehen nach geeigneten Motiven. Hoffentlich kann ich für nächste Woche mit interessanten Fotos aufwarten. Für alle die sich mit dem Leben von "Lou" beschäftigen möchten meine Buchempfehlung: Notre Dame de Dada, von Eva Weissweiler, Kiepenheuer & Witsch Verlag.








Kommentare:

  1. Orte wo man die Sille hören kann - ich werde jeden Post erwarten liebe Petra! Von wegen interessiert schlimmstenfalls Keinen....eine Leserin haste schomma. Die Fotos gefallen mir ausserordentlich. Die Synagogenfotos aus Szeged von 1998 habe ich leider nicht digital, sonst würde ich mich an dem Projekt beteiligen. Herzlichen Sonntagsabendgruß, Eva

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    1. Liebe Eva, na, vielleicht kommt du mal nach Köln für ein Foto treffen? In Brühl, direkt nah dem Max Ernst Museum soll ein sehr schöner jüdischer Friedhof sein. Und als "erste Vorsitzende meines Fanclubs" lade ich dich auf einen Kaffee ein :-)

      LG pipistrello

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  2. Buch liegt hier auch noch rum. Wäre meine letzte Ernst - Frau....
    Hast du vorher noch nicht die Ruinen von Alban gesehen? Manchmal denke ich, die sind schöner als die renovierten Kirchen.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid, die Ruinen kenne ich nur von aussen, aber nich vom ersten Stock aus gesehen. Ist schon komisch mit dem Insider Wissen von der Ernst Sippschaft. Kann ich aber nur im 4 Augen Gespräch mal ablästern. . .
      LG pipistrello

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  3. Ich wüsste keine Orte, die mir lieber wären als die, an denen man die Stille hören kann. Da bin ich immer weit weit weit offen und bewerbe mich als 2. Vorsitzende des Fanclubs ;-) (bin dann auch mit Tee einverstanden...) Tolle Fotos und mir kommen einige meiner in den Sinn, die ich an einer Kirchenruine in England gemacht habe, und - wow - die müsste es ja noch geben..., denn die digitalen sind ja alle weg, und ich musste 2016 ganz von vorn anfangen... Im August sind wir eine Woche in Thüringen. Da gibt's die Ruine der Barfüßerkirche, auch so ein wunderbarer Ort. (und was ein Glück, da gibt's zwei Fotos im Blog: http://jahreszeitenbriefe.blogspot.de/2013/05/in-heaven-abends-in-erfurt.html) Mir geht es ähnlich wie Astrid, Ruinen "treten oft mehr in mir los" als superschön restaurierte Bauten. Lieben Gruß und ich freue mich auf mehr - Ghislana

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  4. Du kannst sehr gut vermitteln mit Deinen Bildern, was diese Stille ausmacht. Ich freue mich auf die weiteren Projekte.
    LG
    Magdalena

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