Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 7. Mai 2017

silent sunday #123 Langsamkeit und Kunst




Was mir heute wichtig ist zu teilen: das ich eine Woche nach der Messe so langsam ein wenig Erholung verspüre. Nun klären sich viele Dinge nach dieser intensiven Zeit. Prioritäten werden in eine neue und angemessenere Reihenfolge gebracht. Deshalb gilt mein heutiger Post der Langsamkeit, die sich für mich in der Erinnerung an ein Svalbard Rentier festmacht.    




Das Rentier heisst Rentier! Nicht Renntier! Was lerne ich von diesem gemütlichen und friedfertig Tier? Auf der Webseite von Rolf Stange, in dessen Wohnung ich drei Wochen leben konnte, gibt es viele Informationen. Das Bild dort zeigt, WIE nah man diesen wild lebenden Rentieren kommen kann, bevor sie sich langsam abdrehen und davon trotten. (Selbst erlebt) Aus dem Wohnungsfenster beobachtete ich an einem Schneesturm Tag, wie sich ein Tier mitten auf eine Schneefläche legte und dort reglos verharrte. Nach ungefähr drei Stunden  stand es auf, drehte sich um und ging zurück ins "Nichts". In der entgegengesetzten Richtung lag die Stadt. Auch dort trifft man die Tiere. Sie stehen wirklich neben dem Fenster. Es könnte passieren, dass man aus der Haustüre tritt und einem Rentier gegenüber steht. Die Autofahrer halte an um sie über die Strasse gehen zu lassen. Total nett das zu beobachten!
So habe ich mir dieses Verhalten nur mal "herumzuliegen", egal was drumherum los ist, zum Vorbild genommen. Wenn Körper und Seele nach Ruhe verlangen gibt es den "Rentiert-Tag". 






Sehr wohltuend und auch inspirierend, wenn Zeit vorhanden ist um die Gedanken abschweifen zu lassen. Aus diesem nicht fokussierten Denken, also eigentlich ein "nicht Denken", setzte sich kreative Energie frei. Daraus entwickelt sich Potential das eben nicht frei gesetzt würde, wenn man stur und krampfhaft an einem Thema klebt.








So ein Rentierfell ist total weich. Im Einkaufszentrum gibt Fellstücke (als Sitzkissen) sehr preiswert zu kaufen. Dort konnte ich dann streicheln und träumen, wie es sich ein lebendiges Tier wohl anfühlen könnte. Hätte sehr gerne mal eins geknuddelt! Aber so zahm sind sie dann doch nicht. Mehr als 3-4 Meter Nähe mögen sie nicht leiden.



Im Museum in Longyearbyen sind diese Exemplare ganz in Ruhe zu betrachten.












Kommentare:

  1. Oh, dann hatte ich fast eine Rentier - Woche! Danke für die Inspiration!
    Herzlichst
    Astrid

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  2. Liebe Petra,

    ich habe sie vor zwei Jahren im hohen Norden Norwegens getroffen. Und mich haben vor allem ihre sanften Augen und ihr ruhiger, eindringlicher Blick berührt. Beim Anblick der ersten ist mir fast das Herz stehen geblieben und ich habe ein bisschen geflennt vor Ergriffenheit. Danke für Deine Gedanken zur Langsamkeit. Sehr schön. Ganz herzlich, Elvira

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  3. Hier auch ein Rentierwochenende. Aber ein nordfinnisches ;-)...liebe Grüße, Taija

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  4. so nah kommen sie? umwerfend. sie sind so schön. deine fotos sind wunderbar, danke. langsamkeit. wie wichtig. liebe grüße. eva

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