Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 29. Januar 2017

silent sunday # 112 _ echt falsch




In meiner Jugendzeit habe ich mich mal für Graphologie interessiert. So war mir besonders ins Auge gefallen, wie Trump seiner gewichtige Unterschrift unter folgenschwere Entscheidungen setzt. Wie viel doch eine Schrift über einen Menschen aussagen kann. Natürlich wissen wir es alle, wie kantig T. ist, so "schwarz-weiss" ohne Modulation, ohne feine Schwingungen. Genaus so schreibt er. Rauf, runter, kantig, breit, unsensibel.








Der Narziss ist uns als Begriff vertraut. Die übelste Sorte dieser Gattung scheint von der Gesellschaft geradezu hofiert zu werden: je skrupelloser und je intensiver der Einsatz der Ellenbogen desto grösser ist der Erfolg, der sich in der Kapitalanhäufung zeigt. Scheinbar! 

Das Bild von Caravaggio ist viel zu positiv für das, was derzeit ein Mensch mit Macht, aber ohne Hirn und Herz, veranstaltet. Das Wesen des Narzissmus ist eben diese gigantischer Fehleinschätzung seiner Selbst. Wie kann das geschehen, dass sich so viele Menschen davon täuschen lassen? Schlimmer als Kokain steht "er" jetzt unter Droge, berauscht von der Wirkung seiner Unterschrift, die solch eine Macht hat über so viele Schicksale.
Bei meiner Recherche ist mir auch von Google ein Artikel untergejubelt worden, in meinem Fall war es ein netter Zufall. (Gruss an Astrid) Zum Abschluss möchte ich noch was hoffnungsvolles mitgeben, obwohl mir im Grunde Angst und Bange ist. Was wäre das schön wenn diese satirische Text keine Fake news wäre.


Wie gehabt, über Kommentare freue ich mich, obwohl ich selten bis nie antworte.





Sonntag, 22. Januar 2017

silent sunday # 111 Der gesenkte Blick

Blick nach unten bedeutet nicht immer den Fokus auf ein Handy zu richten. Sehr häufig beobachte ich Menschen und kaum einer blickt noch um sich, meistens ist das Gesicht geneigt mit starrem Blick auf die Fläche eines Smartphones. Dank Michaelas Inspiration gibt es nun auch noch weitere Gründe mal nach unten zu schauen. Hier mein Beitrag zu diesem Thema. Beweisfoto #1: mein Schuh: ich war hier! (Norwegen, Longyearbyen 2015)




Könnte schon fast der Entwurf für ein abstraktes Bild sein, oder? Auch im Tessin gibt es wunderbare Brüche im Asphalt, die mich zu der Zeichnung inspirierten.



Auch für einen Holzschnitt benutzet ich diese Linienformationen. Aus dem Druck habe ich ein Skizzenbuch gebunden.


Das gute am Holzschnitt: den Druckstock kann man immer wieder verwenden und unterschiedliche Farbkombinationen ausprobieren.


P.S. Über eure Kommentare freue ich mich immer sehr! Allerdings schreibe ich selten Antworten. Bitte das zu entschuldigen. So ist es halt bei mir. 

Sonntag, 8. Januar 2017

silent sunday # 110







Heute greife ich mal tief in die "Klarmottenkiste" des Umweltschutzes. Ihr erinnert Euch sicher an diese Aufbruchstimmung in den 70igern wo wir gegen AKW´s und andere Umweltsünden protestiert haben. Leider ist es heute nicht wirklich besser bestellt um unseren Planeten, es ist definitiv schlimmer geworden. ("Die Menschheit schafft sich ab"). Mein missionarischer Aufruf an diesem Sonntag: schaut genau hin was ihr den Generationen nach uns hinterlasst. Die Armen müssen mit viel Kreativität DIE Suppe auslöffeln die wir heute im Topf vorkochen.
Weissagung der Cree:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Leider ist es eine Falsch Meldung dass der Häuptling Seattle diese Worte gesagt hat. Dem Inhalt schadet es nicht weil es nach wie vor zutrifft, vielleicht mehr denn je.

P.S. Über jeden Kommentar freue ich ich mich total, auch wenn ich nicht antworte. Das Hat Gründe die ich hier nicht ausweiten möchte, nur aber mal andeuten.



Sonntag, 1. Januar 2017

silent sunday # 109

Auszug aus dem Buch von Harald Lech und Klaus Kamphausen: "Die Menschheit schafft sich ab".

Frederic Jameson:
"Woran liegt es eigentlich, dass unser Zeitalter so fantasiereich ist im Ausdenken von apokalyptischen Endzuständen, von Weltvernichtung, aber so unfassbar armselig im Ausdenken von alternativen positiven Visionen?"
In diesem Sinne wünsche ich uns genügend Fantasie und Kraft um die Visionen zu erfinden.