Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 26. April 2015

silent sunday No 62 / Boro / Kunst&Inspiration





Domblick von der Dachterrasse aus mit der Aussicht auf die alter Brotfabrik: dies ist die meine Zukunft





Aktivitäten im Atelierhaus: mit einem der kürzesten Arbeitswege die man sich nur wünschen kann: Treppe runter, Strasse überqueren, Treppe rauf, fertig. Damit bin ich in meinem Atelier.So ein Wechsel ist in der Tat wichtig, weil es einen mentalen Wechsel m Gehirn gibt. Keine Waschmaschine die einen ablenkt, kein Restspül der einen ermahnt, so geht es besser mit der Kunst.  
Isa Schikorski hat einen tollen Workshop in meinem Atelier gehalten mit sehr gelungenen Ergebnissen, wie ich finde. Auch das ist Zukunft, weil solche Workshops inspirierend und belebend wirken. Brotfabrik Workshop 



Reisen sind meine Zukunft: punktgenau auf meinem runden Geburtstag beginnt die Fahrt nach Spitzbergen zu den Eisbären, im Oktober fliege ich nach Japan/ Kyoto und im Februar 2017 breche ich auf zu einem der letzten Abenteuer: in die Antarktis auf die Südhalbkugel unseres schönen Planeten,  um einmal in meinem Leben die Albatrosse zu sehen. Das ist meine bucket list die ich damit "abgearbeitet" habe. Die Reisebücher sind gebunden, gefüllt mit Hoffnung und Vorfreude die sich durch die eingeklebten Katalogen Bilder äussert. Wie diese Büchern warte ich selbst auf diese Erlebnisse für die zeichnerische Vollendung. Reisen als künstlerischer Ausdruck! Mit leichtem Gepäck unterwegs sein, nur Farbstifte, Bleistift und Patronen Füller im Rucksack die Natur erwandern.



Hatte ich da nicht etwas versprochen? Hier noch ein paar sashiko Bucheinbände die wie das fertigte  Exemplar verwendet werden. Dieser running stich wird auch benutzt um Stoffreste auf einer textilen Unterlage zu fixieren. Farblich harmonisch ausgewählt oder schrill kombiniert, man legt die Stoffreste auf einen Unter -Stoff in dem gewünschten Schnitt bereits zugeschnitten. Mit ein paar Heftstichen die Stoffschnipsel fixieren (der Faden wird später wieder entfernt) und mit festem Näh-Faden oder Stickgarn die geraden Stiche ausführen. Ähnelt dem handquilten.

BORO Ausstellung in Köln im Museum für Ostasiatische Kunst
Wenn ich mir überlege wie alt diese Technik schon ist! Da dümpeln wir mit unseren Ideen von upcyceln mächtig hinterher.

P.S. Dinge sind mitunter sehr offensichtlich, aber dennoch nicht immer einfach umzusetzen. Vielleicht hilft dies hier uns daran zu erinnern, das ein Leben eben nicht ewig dauert. Bin ich schon im Staus von Altersweisheit???


Kommentare:

  1. Gratuliere zum Umzug! Die Lage ist ja genial, und deine Reisepläne ebenfalls.
    Das gequiltete Papier gefällt mir sehr. In den Ferien habe ich auch Papier vernäht und viel in Quilting-Büchern gelesen.
    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Danke, noch ist es nicht geschafft, erstmal ausmisten!!
      LG pipistrello

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  2. Umzug, so weite Reisen, so schöne Bücher..., und diese Aussicht..., das geht ja richtig los bei dir. Es ist Frühling ;-) Alles Gute und liebe Grüße Ghislana

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  3. Ja, das ist ein Neuanfang meiner besonderen Art. Davon zu berichten wäre hier zu privat, aber es war ein lange, mitunter steiniger Weg. Ich blühe auf wie ein Frühlingsblümeli.
    LG pipistrello

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  4. Japan? Klasse, ich freu mich für Dich - und als Künstlerin und Buchbinderin muss das ja Inspiration pur sein!

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