Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 25. Januar 2015

silent sunday No 50


HURRA! zum Jubiläum:  50igster silent sunday! Diese Jahr bringt so viel Neues und positiv Überraschendes, da ist es mir fast wir ein zweites Mal Neujahr feiern. Die Vorboten für diesen Auf_Bruch kündigten sich bereits 2014 an: mit dem bloggen gestartet, dem Buchbinden einen würdigen Raum eingerichtet, privat grosse Veränderungen beschlossen und mit der Umsetzung Januar 2015 begonnen.

Michaela hat diese Fotos gemacht, nicht ohne sich ein klein wenig über die dezente Farbe meiner Schuhe zu wundern. OK, wer neue Wege beschreitet in diesem gravierenden Umfang, der darf und sollte sich aufmachen in quietschendem Pink! 

These boots are made for walking! Auf gehts und schön in Bewegung bleiben. DENN: das Leben ist immer lebendig. Wer sich nicht bewegt ist tot, psychisch oder physisch. 







AUF_BRUCH

aufbrechen zu einem anderen Leben

unterwegs sein 
auf der Suche sein
zum Sehnsuchtsort

aufbrechen alter Strukturen
von Denkweisen
von Sichtweisen
von Wahrnehmungen

aufbrechen loslassen
hinter sich lassen

in Bewegung sein
aufbrechen zum Weg spiritueller Läuterung




Sonntag, 18. Januar 2015

silent sunday No 49 & Buchbinden





Heute war der Sonntag wirklich sehr ruhig, vollkommen entspannt habe ich mit einem Projekt begonnen, was ich schon ganz lange im Kopf habe: ein Kunstbuch zu schreiben! Der Ordner ist prall voll mit gesammelten Bildbeispielen, die Grundstruktur steht, und das erste Kapitel, oder Einleitung sind geschrieben, natürlich erst mal grob und skizzenhaft. Michaela schreibt das sie meinen post heute vermisst hat, da muss ich schnell mal meine koptische Bindung zeigen und was aus dem Kalender Gelli Bildern geworden ist: nämlich Bücher die mir super gefallen. Alle Probleme, die Michaela beschrieben hat musste ich auch erleben. Es wackelt oder sperrt. Koptisch wird nicht meine Lieblingsbindung.










Hier seht ihr die ganze Wahrheit: krumm und schief, ist mir aber egal!

Was ich mit Vorfreude überlege: wie ich diese beiden Bücher für kleine Reisen einsetzen kann. Das Fischbuch von Michaela passt zu meinem Geburtstag im August. Da kann ich mir eine kleine Blitzreise in den Süden vorstellen, eine Freundin in Barcelona besuchen. Dann kommt DIESES Buch mit.

Und hier das Buch für eine Schweiz Reise: eine Freundin in Zürich besuchen, auch bei Jeanette Frischerz in Turgi mal vorbeischauen (von ihr ist das Titelblatt)  und das Paul Klee Zentrum in Bern besuchen. (Japan dann lieber im Frühjahr 2016: HANAMI - fallende Blütenblätter als Symbol für Vergänglichkeit scheint mir im jetzigen Moment für meine Kunst passender zu sein und gibt mir die Chance meine Japanisch Kenntnisse aufzufrischen).

Sonntag, 11. Januar 2015

silent sunday No 48 Kunst&Inspiration

Räume der Stille, die ein Künstler braucht wenn er / sie sich ganz auf die Kunstproduktion einlassen möchte. Mit Hingabe seiner Profession folgen, dem inneren Bedürfnis gemäss, ist die Eigen-ART vom  Künstler sein. Das Atelier ist so ein Rückzugsort. Keine Ablenkung!
Winterthur hatte einen solchen speziellen Ort, mein dortiges Atelier, welches mir sehr gut in Erinnerung ist. Es gab distanzierte Geräusche, die die Anwesenheit anderer Menschen spüren liess, ohne das es belästigend oder störend war. Perfekt!






Hier das Studio vom Künstlerkollegen.

Führen diese Rückzugsorte zu intensiveren Wahrnehmung und Sensibilität? Keine Ablenkungen, keine Unnützen Dinge, kein Deko Schnick Schnack! Michaelas Musterthema HÄUSER gab mir diese Inspiration ein wenig über Räume zu philosophieren. Räume sind auch Gedankenraum und Gefühlsraum oder ein schützender Kuschelraum /Hülle , sind WOHNRAUM eben Kleidung










Als Bekleidungs Kokon finde ich voll genial die Kleidung von Christa de Carouche, die ich in Zürich entdecken durfte. Japanisch inspiriert, entwickelte Sie einen Stil in Anlehnung an die Samurai Krieger der vollkommen simple und klar daher kommt, in äusserst raffinierter Umsetzung. Hier Video
Diese beeindruckende Frau war mir auf Anhieb sehr sympathisch, voller Tatendrang, innerlich lebendig und klar, nicht Bang vor dem Alter. Netterweise haben wir ähnliche Brillen - ihre Brille allerdings, im Gegensatz zu meiner, war Massgefertigtes Design, passte selbstredend zu den Preisen ihrer Kleidung. Kein Wort dazu, wer denken kann weiß Bescheid was dies in Schweizer Franken bedeutet.


In der gedanklichen Fortsetzung sind auch Skulpturen in Beziehung zum Raum zu sehen: introvertierte, geschlossenen Formen oder sich ausdehnende, sich in den Raum hinein entwickelnde extrovertierte FormenAls Skulptur habe ich diese Objekt im Rietberg Museum in Zürich fotografiert, was mit zwingender Notwendigkeit zu einem meiner Lieblingskünstler führt: Abraham David Christian, der in Düsseldorf und Japan zu Hause ist. Zum Thema passend sind hierbei die Bilder auf seiner Homepage  >WORK >>  STEEL 









Sonntag, 4. Januar 2015

silent sunday No 47 Kunst & Inspiration




Nach einem kurzen Winterintermezzo habe es Ende Dezember, bevor das neue Jahr am 1.1.2015 mit strahlendem Sonnenschein beginnt.



Die guten Vorsätze haben ja in der Regel eine sehr geringe Halbwertzeit. Bewundernswert, wenn man  sein Vorhaben auch wirklich durchhält, wie Michaela es mit ihrer Postkarten Aktion geschafft hat.




Winterinspiration: das Glasdach über der Terrasse ist mit Schnee bedeckt. Leicht abschüssig schieben sich diese "Schneezungen" langsam nach vorne, bis sie schwer werdend abreissen und herunterfallen.





Mein Japan Traum könnte dieses Jahr Wirklichkeit werden, wenn dann so ein paar "Kleinigkeiten" davor  gelingen. Ein gutes Omen habe ich aus dem Schnee-Bild gezogen. Sprich: das was ich darin gesehen habe. Mir zeigt sich in der Negativform der Fujisan. Leicht nachbearbeitet erkennt man, was in 2015 ansteht: die lang ersehnet Japanreise. Meine Bleibe wird in einem Privat Haus in Kyoto sein bei einem Holzschneider: Shoichi Kitamura sensei. Er hat einen deutschen Assistenten, was die Kommunikation sehr vereinfachen wird. Dort kann ich sowohl ein Zimmer nutzen als auch Unterricht zu japanischem Holzschnitt  moku hanga  erhalten. Welch ein Abenteuer!!