Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Samstag, 19. Dezember 2015

SILENT SUNDAY Japan No 7 moku hanga






die grosse Welle von Hokusai kennt sicher jeder, ein oft kopiertes Werk. Nicht nur in Japan sonder bei vielen Ausstellungen über Japonismus wird es benutzt um Souvenirs daraus zu entwickeln. Die  Impressionisten liessen sich von der japanischen Ästhetik des Farbholzschnitt beeinflussen. Was in Japan als schnelles Gebrauchs und - Konsumgut verwendet wurde, sogar als Einkaufspapier oder um einen Fisch darin einzuwickeln, gelangte um die Jahrhundertwende des 19.Jhds. nach Europa um dort  einen prägenden und nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen: der Mehrfarben Holzdruck moku hanga. Wenn Hokusai gewusst hätte, welche Wellen seine Welle schlagen würde, ob er das gewünscht hätte?  Zumindest wäre er ein sehr reicher Mann geworden und seine Nachkommen dürften sich auch über den nicht abreissenden Geldsegen gefreute haben, wenn es so etwas wie das URHEBERRECHT damals schon gegeben hätte.

Hier arbeitet "mein" mastercarver Shoichi Kitamura (LINK2 )an einer Vorlage für einen Holzschnitt. An dem selbst entworfenes Leuchttisch werden die Vorlagen hergestellt die später für den keyblock gebraucht werden. Hokusai´s Welle ist eines der beliebtesten Motive, wird immer wieder und wieder kopiert. Auch bei der extremen Präzision mit der die verschiedene Holzblöcke geschnitzt werden, können sich bei jedem Holzschneider Millimeter für Millimeter Ungenauigkeiten einschmuggeln die dazu führen, das die Passgenauigkeit bei unterschiedlichen Holzstöcken nicht mehr gewährleistet ist. Bevor ich hier mich im Detail verliere ein kleiner Einblick in die Arbeitsweise eines Schneidens und Druckens.
Für weiter Informationen kann ich euch die Homepage von Eva Pietzcker empfehlen. Sie widmet sich mit Hingabe dem japanischen Holzschnitt und beschreibt genau, inklusive dem historischen Kontext, die Vorzüge und Qualitäten.

Werkzeuge um den Holzschnitt herzustellen, mit einem Holzblock der für eine der separierten Farbe benutzt wird.

Farbpaste und Baren zum Drucken.
Die Bilder aus Kyoto bei Unsodo sind wieder gelöscht. Weitere Informationen über den japanischen Farbholzschnitt folgen.



Sonntag, 13. Dezember 2015

SILENT SUNDAY JAPAN No 6




Weil bald Weihnachten ist locke ich euch ins Papierparadies! Es ist in Tokyo zu finden und hat einen -verzweifelt gesuchten-Namen - folgt später, wenn ich bei der japanischen Bekannten noch mal danach frage. Wenn man den Weg weiss und ist es leicht zu finden. Allerdings sollte man nicht immer das japanisch geschrieben "Erste Hilfe Zettelchen" den Menschen zeigt, um nach dem Weg zu fragen. Bis ich gemerkt habe, das dort die für mich notiert Haltestelle aufgeschrieben war, nicht aber das Geschäft. So bin ich brav im Kreis gelaufen und habe mich gewundert, warum ich nie dort hin kam sondern in die "falsche" Richtung geschickt wurde. Japanisch lesen können hat viele Vorteile! Aber ein Internet fähiges I Pad mit japanischer Siamkarte hat letztendlich geholfen. Damit kennen sich Japaner aus, die habe´s erfunden.





ALLES ist mir in klinischen WEISS gehalten, von feinster Reduktion im Äusseren! Mit verborgen Qualitäten im inneren der Schubladen und in den Reihen der Musterpapiere. So richtig zum fühlen und probieren der verschiedenen Papierqualitäten in den Fächern. Hat man sich irgendwie entscheiden können, gibt es das gewählte Papier aus den Schubfächern.



Leider gibt es ein Gewichtsproblem, das Limit von 23 KG Gepäck für "billig" Flieger wie mich. Was zum Anziehen schon abgerechnet  (smile) Das war schwer hier Standhaft zu bleiben.






In der zweiten Etage folgt das Buchbinder Paradies. Leider kann ich die Aufnahmen nicht wiederholen, ist ein bisschen weit weg von hier. Deshalb müssen die unscharfen Fotos herhalten, sorry.




Ist das nicht niedlich? Kawai heisst das auf Japanisch.



Hier konnte ich nicht widerstehen und habe spezielles japanisches Equipment gekauft. Wie befürchtet war der Koffer dann auch überfüllt, für die Souvenirs musste ich eine extra Tasche anschaffen, Handgepäck war noch nicht ausgereizt, DA ging noch was!
Mein neues Buchbinde Projekt: die mitgebrachten Papiere, Verpackungen und Zeitungen, so auf ein Träger Papier zu kaschieren das sich daraus Bücher binden lassen. Über Tipps freue ich mich!
Heut bin ich spät dran, weil ich eben erst aus Konstanz zurückgekommen bin. Samstags war ich in Zürich und habe im Museum Rietberg eine Extra Zeitung zum 100 jährigen DADA Jubiläum in 2016 gefunden. Reiche Beute!!! Typographie und Layout superb!! Es kribbelt mir in den Fingern daraus Bucheinbände zu machen. Mehr dazu nächsten Sonntag.

Sonntag, 6. Dezember 2015

SILENT SUNDAY Reisen JAPAN No 5






Ist diese Katze nicht souverän? Mein Beitrag zur Adventspost im Dezember.



Mitten im Getümmel in Tokyo sitz sie, lässt sich kein bisschen aus der Ruhe bringen! Sehr zu bewundern. Das taten dann auch alle Passanten. Die wahrscheinlich meist fotografiertest Katze überhaupt. Ob sie das genossen hat so im Mittelpunkt zu sein?



Getümmel muss man sich so vorstellen. Es sind Massen von Menschen unterwegs die aus der U-Bahn herausströmen und sich brav LINKS halten (so wie im Strassenverkehr). Anders wäre es gar nicht machbar. Links gehen heisst raus gehen, rechts laufen die hereinströmenden Menschen. Hier hat alles seine Ordnung! Viel disziplinierter als in Deutschland. So steht dann auch ein von Service Angestellter mit einem Schild an dem "Eingang" und weist darauf hin das HIER nur der Ausgang ist! Der Eingang, Bitteschön, der ist rechts, dem Pfeil folgend. 

DAS ist dann sein Tageswerk, da zu stehen. Er wird seine Aufgabe mit gebührendem Respekt erfüllen, sich ganz bewusst sein das sein Job hier dringend erforderlich ist. Im SERVICE BEREICH ist das grösste Reservoir von Arbeitsmöglichkeiten zu finden. Anders als bei uns muss man sich NIEMALS suchend umschauen bis man einen Verkäufer/ Verkäuferin entdeckt hat. Wer sich in Japan ca. eine Minute in einem Geschäft aufhält, hat mindestens schon drei Verbeugungen erhalten die Respekt vermitteln und zeigen das man hier willkommen ist.



Samstag, 28. November 2015

SILENT SUNDAY JAPAN 4

Abendstimmung in einem Tempel. Diese spezielle Atmosphäre der vagen Trennung zwischen Innen und Aussen traditioneller japanischen Innenräume, diese diffuse Lichtqualität, kann nur entstehen wenn das Licht gedämpft wird. Die leichten Trennwände, mit Papier bespannt, filtern, schirmen ab und lassen diese zarte, ruhige, vielleicht beruhigende, Stimmung entstehen.


Diese besondere Atmosphäre, die von japanischen Innenräumen ausgeht, ist mir wohltuend in Erinnerung. Das Studio von Shoichi Kitamura war ein gängiges Einfamilienhaus. Hier hatte ich mein Zimmer mit Futon im zweiten Stock und den kürzesten Weg zur "Arbeit" den man sich nur denken kann. Am Morgen, bevor mein Kurs begann, ging ich nach unten und habe mir einen Kaffee gemacht. Die sanfte Stimmung habe ich sehr genossen. Sobald "mein" master curver eintrat, gab es den entschiedenen Griff zum Lichtschalter. Damit war die Tages Arbeitsbeleuchtung gestartet, die Kurszeit begann. Leider musste wegen der geschilderten Bausituation IMMER mit Kunstlicht gearbeitet werden. Im oberen Stockwerk scheint die Sonne herein. Dann ist es zwar richtig hell, aber auch richtig warm. Im Sommer läuft dann der Ventilator oder die Klimaanlage. 













Schön geschliffenes Glas in der Türe mit einer Andeutung von Arbeitstischen. 




Auch im Ryokan wurden die traditionellen Papiertrennwände durch Glas ersetzt. Abendliche  Lichtverhältnisse bei der Einkehr, Ausblick in den Garten am frühen Morgen. Eine andere Übernachtung in den Bergen.
















Einmal Durchblick und Fassadenaufsicht bitte!
Vertiefende Einblicke in die japanische Kultur, die Religionen und die Menschen und den Weg den wir geändert sind gibt es auf der homepage von WALK JAPAN 


































Ein Blick auf die traditionellen, teilweise sehr alten Häuser, entlang dem Nakasendo Way zeigt die vertikalen und horizontalen Strukturen. Vollkommen nach meinem künstlerischen Geschmack: Linien sind überall! Ganz herrlich für mich weil ich hier meine Musen Knutsch Quelle der Inspiration gefunden habe. Die Architektur dieser Gebäude auf dieser Wanderung zwischen Kyoto und Tokio hatten so viele Linien für mich: horizontal, vertikal, breite und zarte die mich anregen reduzierte Liniengebilde, sprich Zeichnungen daraus zu entlehnen. Besonders in Kyoto bin ich vom Fotorausch erfasst worden, konnte nicht genug Bilder aufnehmen. Ein Fest der Linien und Flächen!





Die Gebäude in Japan stehen total dicht zueinander, einen drei Meter Mindest-Abstand kennt man hier nicht.  Egal, ob mitten im Gewusel einer Großstadt oder auf dem gemütlichen Land, so eng bebaut kann auch bei strahlendem Sonnenschein nur schwer Licht ins Haus eindringen. Solange noch ein Eimer dazwischen passt ist alles gut!




Die richtige Zeit für ein Schwätzchen geniessen, so vermute ich, alle Menschen gleichermassen rund um den Globus. In Japan schiebt Frau dann einfach die Türe beiseite. 

Sonntag, 22. November 2015

silent sunday REISEN No 3 in die Vergangenheit und zurück







Ist das nicht schön? Es gleicht zum Verwechseln den Bildern die nostalgisch verfremdet werden im digitalen Verfahren. NEIN, diese Bild ist echt! Es zeigt mich vor 30 Jahren bei meinem ersten Film Job wo ich als Kostüm-und Maskenbildnerin tätig war. Der Film ist in S/W gedreht, weshalb auch Schminke und Kleidung speziell auf diese Bedingungen abgestimmt waren.

Wer dem Link folgt findet noch viele Informationen zu Lebe kreuz und sterbe quer, ein Film von Douglas Wolfsburger. Die Stunde der Wahrheit folgt am 9. Dezember, wenn der Film in Konstanz seinen 30. Geburtstag feiert und dort noch einmal gezeigt wird. Damals war ich nicht bei der Premiere und habe nie das Gesamtwerk gesehen, DAS hole ich jetzt nach und fahre nach Konstanz.
Kleine Unterstützung für die Erinnerung mit diesen Bildern.

Rechts im Bild ist Peter Moers, mein damaliger Freund. Der Kameramann hat wohl Karriere in Hollywood gemacht! Damals drehet man noch richtig auf Material, was heute alles digital hergestellt wird. Tja, so war das vor 30 Jahren.
  
 


Sonntag, 15. November 2015

Silent Sunday REISEN JAPAN 2

















Igittigitt, meint der Fisch und schüttelt sich. Wie kann pipistrello bloss SO ein Thema auf ihrem Blog ansprechen? 
Es geht um den Ort wo eines der menschlichsten Bedürfnisse des Menschen erledigt wird. Es ist der Ort, wo auch der Papst zu Fuß hingeht. Ihr wisst was ich meine? Nun sollte man denken das sei doch nicht der Rede wert, so ein banales Thema auf ein philosophische Podest zu heben? Weit gefehlt: meines Erachtens zeigt sich an dieser kleinen, aber wichtigen Stelle, wie eine ganze Nation "tickt".

Ein gesellschaftliches Phänomen lässt sich an der Position der Klopantoffeln ablesen. Hier ein Ratespiel: welche Pantoffel stehen richtig, welche falsch herum? Macht mal jeder für sich ohne fudeln bitte!







LÖSUNG: das erste Bild zeigt wie es sein soll. In Japan zählt das Wohl der Gesellschaft mehr als das Wohl des Individuums. Dem Ego gilt nicht der erster Gedanke, sondern dem Gemeinwohl. Somit erklärt sich quasi von selbst, das die Pantoffeln so hingestellt werden, das die nachfolgende Person es leicht und bequem hat hinein zu schlüpfen. Touristen, also nicht Japaner, lassen oft die Schluffen einfach irgendwie stehen, so wie es für einen selbst bequem ist wieder beim raus gehen. 

Schnell und heimlich fotografiert, war mir irgendwie peinlich, zumal es sich um ein Männerklo handelt! Da wollte ich mich nicht erwischen lassen. Wunderbar aber zu sehen wie ästhetisch auch dieser Raum gestaltet ist. Es war die Toilette in einem Tempel, den man nur auf Socken oder mit bereitgestellten Pantoffeln betreten durfte. Zum Pipi machen werden die draussen Pantoffel mit den Klopantoffeln gewechselt.



Draussen Pantoffel vor einem Tatami  Zimmer, welches man nur mit Socken oder barfuss betreten darf. 


Ich habe lange überlegt und auch Japaner befragt, warum dies so sei, aber keine Antwort erhalten. Das ist ein "heiliges" Gesetzt. Was passiert wenn man diese Regel nicht befolgt? Keine Antwort. So habe ich brav auch die Kloschluffen genutzt, wenn ich alleine war. Vielleicht sieht Buddha ja auch alles?

Eine Erklärung glaube ich darin zu sehen, das es spritzt wenn man solch eine japanische Toiletten Variante benutzt. Aus Schutz sich nicht die Schuhe zu "versauen" hat man zum Klogang andere Schuhe angezogen als für den normalen Weg - der sicher früher einmal vom Haus inneren zum Garten nach draussen führte. Wir erinnern uns an frühere Zeiten wo das Herzlhaus auch ein Stück vom Wohnhaus entfernt war und ein Nachttopf in kalten Winternächten auch eine Option darstellte.



BIZARR : Hinweisschild wie man eine Toilette benutzt! Könnt ihr euch vorstellen wie ich lachen musste als ich diese Bedienungsanleitung las? Das durfte natürlich vor Ort nur ein dezentes, leises "japanisches" unterdrücktes Lachen sein, erst später ich habe noch viele male bei der Erinnerung laut schallend gelacht. Macht einfach mehr Spass. Meine Lieblings Sendung auf youtube ist BEGIN JAPANOLOGY Hier findest du jedes nur vorstellbares Thema über dieses faszinierende Land. 

Toiletten an sich LINK zu Japanische Toiletten
Das überraschendste, in unseren Augen vielleicht abstrus anmutend, ist überhaupt die Benutzung von Toiletten Pantoffeln. Auch die wunderbare Technik an einer japanischen Toilette kann sich als schwieriges Hindernis erweisen, weil man nicht lesen kann was die vielen Funktionen bewirken. Zum Beispiel kann man die Klobrille beheizen in verschiedenen Temperaturstufen -so warm das man ein Ei drauf garen kann. Das ist doch blanke Blödsinn, oder? Da bin ich wieder zu Hause und stelle fest: meine Klobrille ist "Arschkalt". Wer hätte gedacht das ich darüber einmal ernsthaft meine Meinung ändern würde, das dies auch angenehm sein kann.






Mittwoch, 11. November 2015

REISEN 2015 JAPAN / 1


Von meiner Japanreise bin ich wohlbehalten zurück gekehrt. Nun heisst es alle Bilder sortieren und daraus verschiedene Themen aussuchen. Zum Einstand der grösste Buddha den ich gesehen habe!  Davon war ich dermassen beeindruckt das ich spontan eine Gänsehaut bekam, als ich den Platz betrat. Und dies trotz der zahlreichen Besucher! Er befindet sich in Kamakura, eine Stunde mit dem Zug von Tokyo entfernt.
Zukünftig werden es nur Japan Bilder geben, denn die Reise war ein solch wunderbares Erlebnis von dem ich dauerhaft bereichert zurück gekommen bin! 





Sonntag, 13. September 2015

REISEN 2015 No 3




Von Menschen und Vehikeln berichte ich heute.  
Besonders angenehm sind mir die Menschen in Longyearbyen begegnet. Nicht aus dem Service Gedanken heraus, das ich als "Kunde" wegen einer sehr teuren Dienstleistung entsprechend zuvorkommend behandelt werden muss, sondern aufgrund einer inneren Herzlichkeit die ich gespürt habe. 




Die Menschen die hier als Erste strandeten hatten eine harte, anstrengende Arbeit zu verrichten! Kohle abbauen! Im Museum wird gezeigt wie eng diese Schächte waren, ein Knochenjob. Diese Arbeitssituation brachte eine Unmenge an Kohlenstaub und Erde in die Häuser. Darauf zurück, so vermute ich, geht die Tradition die Schuhe auszuziehen sobald man ein privates Haus, ein Museum oder das Hotel betritt. Ein Vorgeschmack auf Japan, wo eine umfangreiche Pantoffel Kultur die Tatami Matten schützt. Schuhe ausziehen als Pflicht!





Longyearbyen ist eine Universitätsstadt und erscheint mir dadurch sehr jung. Auch wenn ich das Drumherum nicht anders als "grottenhässlich" bezeichnen kann, so ist es gleichermassen inspirierend. Die Begegnung mit anderen Kulturen und Sprachen, eine faszinierende Natur und die freilaufenden Rentiere machen diesen Ort für mich sehr speziell. Die roten Anzüge schützen die Wissenschaftler, die sich bei ihrer Forschungsarbeit ins polarkalte Wasser wagen. Quasi ein Ganzkörper Kondom. Mitunter robbt man dann um etwas offensichtlich sehr Winziges zu suchen. Wie fast Alles in Svalbard, Rentiere mit kurzen Beinen, Pflanzen und Flechten, duckt sich, wächst klein und rund als Schutz vor Kälte, Eis und Schnee. Ein Überlebensprinzip. 

 Vom Frost gesprungen Steine, wie ich vermute, und kleine Algen.

Steinbrech, so heisst diese Pflanze auch bei uns. Und viele Flechten.



Einige "Wahnsinnige" wagten sich auch ohne Schutzanzug ins Wasser. Dafür gab es am Ende der Schiffsfahrt ein Diplom. Wers mag. ICH gehe nicht ins Wasser, bin doch nicht blöd! Anlandung mit Polarcircel Booten, im Hintergrund die Nordstjernen.





Ich habe ja schon davon erzählt, das man aus Schutz vor den Eisbären immer eine Waffe mit sich tragen sollte. Das treibt auch skurrile Blüten. Wenn man als Wissenschaftler ungeübt plötzlich vor eine solche Herausforderung gestellt wird, die nicht in der Arbeitsplatzbeschreibung steht. In Ny Alesund leben Wissenschaftler -(innen?)  die unseren Planeten vermessen und das Wetter erforschen. Auch sonstige Tätigkeiten gehören zu den Pflichten in dieser unwirklichen Landschaft, zum Beispiel ein mal im Jahr eine NORD Party zu feiern auf diesen heimeligen Platz.






Damit man sich nicht aus Versehen ins Knie schiesst ist diese Vorrichtung installiert: in der nördlichsten Comunity der Welt! Sollte sich aus Versehen noch eine Kugel im Gewehrlauf befinden, kann und muss hier die Waffe im Rohr abgefeuert werden. Sehr klein im Hintergrund zu erahnen, der Ankermast für den Zeppelin mit dem Amundsen den Nordpol überflog.






Und wenn ich mal in eine Bank muss, Geld abheben? Wohin dann mit der Waffe? Tja, da gibt es extra Schließfächer. Soweit geht das Vertrauen in die Menschen dann doch nicht das hier jeder MIT einem Gewehr zum Schalter gehen darf.




Kinder sind doch überall auf der Welt gleich, oder? Diese beiden Jungs habe ich gleich ins Herz geschlossen. Ihre Geschäftsidee hat mir viel Spass gemacht. Da konnte ich nicht widerstehe zu meinem Gepäck noch eine kleine Versteinerung zu legen. Fossil hunting ist übrigens ein Angebot von vielen in sicherer Begleitung die Natur zu erleben und das Gefundene zu behalten. Üblicherweise ist es verboten Gegenstände, Steine oder Geweihe von Svalbard mitzunehmen.




Und die GROSSEN Jungs? Sind hot boys auch überall gleich? Brauchen den Hormon Kick der Geschwindigkeit egal welches Gefährt gerade unterm Hintern brutzelt? Der sound zählt, das Kraftgeprotze. Der Mensch ist doch auch heute noch nur ein Neandertaler der sich mit anderen messen muss um die schönste Blondine vom Marktplatz zu ergattern. Ob wie früher mit ´ner Keule - oder wie ein röhrende Platzhirsch im Geweihgerangel auf der Waldlichtung bei Vollmond - oder mit dem tiefen sound vom Porsche über die Kö fahren, wo ist da der Unterschied? Klar, im Preis. Auf der Lichtung ist  günstiger als beim Autohändler.




Ein Ausblick und Überleitung zum Fuji san Das Gebirge  der im malerischen Nebel verschwindend. Eine Isländerin sagte, Spitzbergen habe viel Ähnlichkeit mit Island. Deshalb bin ich kein bisschen überrascht das sich in solch mystischer Landschaft eine reiche Geschichten Kultur von Elfen, Zwergen und Kobolden entwickelt hat. Auch im Shintoismus gilt die Natur als beseelt. So bin ich gespannt auf Japan und wie ich die Natur dort erleben darf.