Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 15. Juni 2014

silent sunday No 18 / Kunst&Inspiration

Gedanken über ZEIT.  


Woran erkenne ich das Zeit vergeht? Am Schatten, daran das es Tag und Nacht gibt, an den sich verändernden Jahreszeiten. Aber unabhängig davon?? Kann ich es merken in mir SELBST? Zum Beispiel während einer Meditation? Zeit früher war etwas ganz anderes, denn als es noch keine Uhren gab konnte man nur sehr vage einen Zeitpunkt bestimmen. Später war es die Kirchturm Uhr, die den Mittag, den Abend und den Kirchgang einläutete. Und heute ist unser Zeitbegriff immer schnelle getaktet, präzise können Uhren Millisekunden angeben, was dann beim Sport zu einem enormen Leistungsdruck führt (weshalb es mich nicht wundert, das gedopt wird was die Sekundenbruchteile hergeben). 



Die Entwicklung von Technik diktiert also unser Zeitgefühl. Es geht immer schneller voran? oder auch wieder zurück mit Entschleunigung. Wenn man eine mail nicht sofort beantwortet entschuldigt man sich dafür, warum eigentlich? Und in meinem I Pad ist der Kalender mehr als über 5000 Jahre gültig, sehr gruselig! Dann ist das I Pad sicher schon längst entsorgt und wir sind Teil eines archäologischen Ausgrabungsprojekts. Dann erforschen die Lebewesen von einem anderen Planeten, warum die Weltbevölkerung sich ausgerottet hat. Umso mehr bewundere ich die Ausdauer von dem Künstler Peter Dreher der täglich ein Glas mit Wasser malt, seit 40 Jahren! Auch eine Ermutigung für Michaela Müller die sich einem Jahresprojekt verschrieben hat.


Sehr surreal ist es für mich auch, mein Zeitgefühl zu torpedieren. Neben der Stillstand Uhr habe ich eine intakte gestellt. Anstatt nun die Zeit abzulesen, sehe ich darin eine sich immer erneuernde grafische Konstellation der Zeiger Linien. Wahrscheinlich werde ich daraus noch mal ein Muster gestalten.





Um Peter Dreher nach zu eifern werde ich nun jeden Sonntag als erstes Bild meinen Buddha zeigen. Eine prima Methode meine Zeit zu strukturieren und mir ganz in Ruhe einen Start in den Sonntags zu gönnen, quasi mein Selbsttraining zur Entspannung.



Kommentare:

  1. Liebe Petra, danke fürs Erinnern, ich bin schon wieder Wochenend-schluderig, die Karten für gestern und heute müssen gleich noch entstehen. Wir waren heute auch so Sekundenjäger... auf 10 km... liebe Grüße von Michaela

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  2. Schön das ich nützlich sein konnte. Hast du die Sekunden erlegt, ausgestopft und als Trophäe an die Wand gehängt????
    LG pipistrello

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  3. ich freue mich auf den buddha, wie er durch die (jahres)zeit(en) da einfach sitzen wird..., ich freue mich auf den sommer, da wird die zeit fließen und nicht rennen ;-) lieben gruß ghislana

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  4. Liebe Ghislana,
    so gerne möchte ich das auch, einfach sitzen, aber "et is immer jett zu dunn" das soll Kölsch sein, aber das Rechtschreibprogramm macht immer noch was anderes, DUMMI.
    Ich versuche mein Schneckentempo zu halten und den Sommer öfters mal im Garten zu geniessen.
    LG pipistrello

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