Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 21. Januar 2018

silent Sunday # 148 "Auf ein Neues"


Ja, nun ist es soweit. Das Jahr beginnt mit einer Belohnung. Die Arbeit an diesem Buch ist beendet, die letzten Arbeitsschritte sind abgewickelt und nun ist es im Druck. Ab März dann die "Geburtsstunde" und die Entlassung in die Welt.

ÜBRIGENS, alle Fotos für diesen Post sind vom Handy aufgenommen, weil die kleine Kamera in Zürich (Jahreswechsel dort) auf unerklärliche Weise ihren Dienst verweigert hat. Aber es gab so ein paar witzige Ideen die ich unbedingt als Anregung weiter geben möchte, da ist so ein Handy doch praktisch.




Zwar unscharf, weil durch die Schaufensterscheibe aufgenommen, vermittelt es dennoch die skurrile Idee, die natürlich leicht selber zu basteln ist. Ob als Konfektschale oder Kuchenteller, das Tier brutal halbiert, unten und oben am Porzellan festgeklebt, voila! Acrylfarben vollenden das Werk.

Nach einem ausgiebigen Sonntags Wald Spaziergang, Vitamin D tanken, habe ich viele umgestürzte Bäume gesehen. Da wird es konkret, was Orkan bedeutet.






wsdcv


Sonntag, 17. Dezember 2017

silent sunday # 147







Beim Aufräumen habe ich diese unscharfen Bilder von meiner Norwegen Reise gefunden. Es ging zum Nordkap, mit dem Bus. Bei diesen Lichtverhältnissen ist es natürlich Blödsinn aus dem fahrenden Bus heraus zu fotografieren mit der Vorstellung "gute" Erinnerungsfotos zu erhalten. 







Heute stelle ich nicht nur die Bilder vor, sondern füge meinen Gedanken hinzu, einmal über "richtig" und "falsch", "gut" und "schlecht" nachzudenken. Wer entscheidet das? Wie entstehen solche "Bilder im Kopf" die uns Kriterien für eine solche Beurteilung vorgeben?



Vielleicht liegt gerade in dem Diffusen die Möglichkeit zu träumen und "nur" die Farben zu geniessen. Welche Qualität verknüpft sich mit Unschärfe? Denken wir an Gerhard Richter und erfreuen wir uns an alternativen Kunst-Wegen.

Und weil wieder einmal so plötzlich Weihnachten kommt, empfehle ich mit missionarischem Eifer noch dieses Buch: "Das weise Herz von Jack Kornfield". Vielleicht ein Tipp für ein sinnvolles, last minute, Weihnachtsgeschenk.

Mit diesem Tipp verabschiede ich mich bis zum neuen Jahr, das, soweit bereits bekannt, viele aufregende Dinge bringen wird.

Ich wünsche schon jetzt ein besinnliches oder fröhliches Weihnachtsfest, je nach dem wie ihr es mögt. Und einen guten Rutsch ins neue Jahr, den ich in Zürich begehen werde.

Samstag, 9. Dezember 2017

silent sunday # 146





Und weil es so schön Weihnachtet und die Schneeflocken leise rieseln, mein etwas anderer Weihnachtsgruß zum Advent. Zusammen genommen komme ich auf ca 15 Minuten Weihnachtsmarkt, aber nur weil es sich gar nicht vermeiden liess um von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Das Gedränge und der Konsumrausch, das muss ich nicht haben. 

Leider gibt es diesen grossen Briefkasten für die Nikolaus Post in Longyearbyen nicht mehr. Er wurde im November abgebaut. Sehr Schade! Somit haben diese Aufnahmen Seltenheitswert. Aber in Engelskirchen werden weiterhin die Briefe an das Christkind bearbeitet, himmlischen Dank an ein paar nette Traditionen.

Sonntag, 3. Dezember 2017

silent sunday # 145



Heute nehme ich den stillen Sonntag sehr wörtlich.  
Den Schlafwandler auf einem Dach im Mosel Ort Kattenes, nehme ich mir zum Vorbild. Mit schlafwandlerischer Sicherheit finde ich den Weg zur Couch. (Nach einem Waldspaziergang mit dezentem Schneezauber). Einen schönen, ersten Advent wünsche ich. 



Samstag, 25. November 2017

silent sunday #144




Schon mal ein kleine Appetizer, im März wird es dann Wirklichkeit.


Leider kein ruhiger Sonntag sondern kleine Werkschau im Atelier. Mehr folgt nächsten Sonntag wieder.

Sonntag, 19. November 2017

silent sunday # 143




Alles ist Vergänglich. Eine philosophische "Plattheit" für Menschen die Denken und Beobachten können. Durch die Jahreszeiten erkenne wir es, durch Tag und Nacht Rhythmus, durch den eigenen Körper der Hunger und Schlafbedürfnis signalisiert.




(Fotos vom Weinhaus Fries in Kattenes.) Mein Kurzurlaub an die Mosel, anlässlich einer Geburtstagsfeier zum 60., führte mich hoch hinauf. Nicht nur an den steilen Weinbergen, sondern auch hinauf auf die Burgen, immer schön weit oben. Es ist schon erstaunlich wieviel Mühe sich Menschen machen und sich so hoch über allem anzusiedeln. Jeder Stein, jedes Werkzeug zum Bau musste hochgeschleppt werden. Alle Nahrungsmittel und Utensilien des täglichen Lebens ebenso.








Die Burg Thurant liegt hoch über der Mosel gegenüber von Kattenes. Alle Wege führen nach oben, von mittel steil bis sehr steil.









Und ich frage mich ernsthaft, haben die das nur wegen der schönen Aussicht gemacht? Sicherlich nicht. Zweifellos ist die Burg Thurant wirklich attraktiv, dennoch, warum der Aufstand?





Hier oben ist die Ferienwohnung die man mieten kann. Im Innenhof ist eine sehr schöne Gartenanlage, bevor man zu der Folterkammer kommt, vorher aber an der Kirche vorbei, zum beten?













Ob ich mit meiner Vermutung richtig liege, ich weiss es nicht. Mir drängt sich allerdings der Gedanke auf, dass eben das Streben nach Macht den Menschen antreibt und dieses Streben NICHT der Veränderung unterliegt. DAS bleibt immer gleich, Gier nach Macht, Ruhm und Geld. Erreicht wird dies mit Krieg. Wahrscheinlich hat schon der Neandertaler mit der dickeren Keule gesiegt und die Frauen des gegnerischen Clans in die eigenen Sippe gezwungen. Wer meine These selbst einmal erforschen möchte dem sei diese Sendung sehr empfohlen: Terra X die Europa Saga. Dort ist der Beweis geführt, das die Entwicklung der Europäer immer hin und her gependelt ist (zumindest in der jüngeren Geschichte) zwischen technischem und wissenschaftlichem Erfolg und der Zerstörung durch Krieg. Aus dieser Perspektive gedacht hat sich der Mensch eben nicht wirklich verändert. Leider, liebe Astrid. Dieser Post ist meine Reaktion auf deinen besorgniserregenden Beitrag vom 17.11. 


Sonntag, 12. November 2017

silent sunday # 142





Der Herbst ist da mit all seinen Facetten sowohl mit herrlichen Herbstfarben als auch dem heutigen, sonntäglichen Novembergrau.
Die Schattenspiele im Arp-Museum in Rolandseck und am Wegesrand eröffnen eine alternative Sicht auf die Dinge. Schatten sind in künstlerischen Prozessen ein Gewinn und können zu abstrakten Kreationen führen. In der Politik sind sie das Bild einer Vergangenheit deren lange Schatten uns auch heute noch erreichen.





Was mache ich, fragt Ghislana, wenn ich das Elend in Welt und heimischer Politik zur Kenntnis nehmen muss? Ich versuche zwischen Depression und Altersweisheit zu unterscheiden, mit dem Ergebnis, das ich mich zwar in mein Schneckenhaus zurück ziehe, aber nur um mich auf das zu konzentrieren, was ich tun kann und worauf ich Einfluss nehmen kann. (Mit herzlichem Dank an Herbert für den Morgenstern am Abend.)






Ich geniesse den Facettenreichtum der Schatten, die erneut daran erinnern, wie unterschiedliche Perspektiven einer Sache ganz anders ausschauen lässt. Auch die Veränderung des Maßstabs, also die Vergrösserungen beziehungsweise die Verkleinerungen eines Gegenstands, ergeben fantastische neue Einblicke. Solange ich mich mit meinen Zeichnungen in der Vorwärtsbewegung befinde, freue ich mich und genieße die Zeiten mit künstlerischem Tun. Schatten können auch sehr schön wirken und bestätigen mein Mantra: Kunst heilt.