Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 4. Dezember 2016

silent sunday #105






ZEIT, der Titel meiner Gemeinschaftsausstellung Ausstellung, bewirkt mein Nachdenken zu dem Thema. Zwei Kerzen an meinen sehr minimalistischen Kranz brennen wie in Tausenden Haushalten heute. Das ist etwas Verbindendes. Zeit bedeutet: dieses kehrt nie wieder. Was auch immer es ist, vorbei. Gegenwart ist eine praktisch unmögliche Begegnung zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Mein geliebter Blick aus dem Küchenfenster zum Abendhimmel zeigt Zeit, verdeutlicht mir anhand der Farbveränderung wie schnelle das geht, Kindheitserinnerungen: "Die Engelchen backen wieder!








AUS DEM DUDEN:



Zeit, die

Wortart:  Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▮▮




RECHTSCHREIBUNG




Worttrennung: Zeit



  • zu meiner, seiner, uns[e]rer Zeit
  • zu aller Zeit, aber all[e]zeit
  • auf Zeit (Abkürzung a. Z.)
  • eine Zeit lang oder Zeitlang warten; aber nur einige, eine kurze Zeit lang
  • es ist an der Zeit; von Zeit zu Zeit; Zeit haben; wir haben nur eine Stunde, drei Wochen Zeit
  • auf Zeit spielen (Sport)
  • ein zeitsparendes oder Zeit sparendes Verfahren (vgl. zeitsparend, Zeit sparend)
Zusammensetzungen:
  • beizeiten; vorzeiten
  • zurzeit (gerade jetzt, Abkürzung zz., zzt.), zuzeiten (bisweilen), aber zur Zeit, zu der Zeit, zu Zeiten (Abkürzung z. Z., z. Zt.) Karls des Großen
  • jederzeit, aber zu jeder Zeit
  • derzeit
  • seinerzeit (Abkürzung s. Z.), aber alles zu seiner Zeit
  • zeitlebens

BEDEUTUNGSÜBERSICHT




  1. Ablauf, Nacheinander, Aufeinanderfolge der Augenblicke, Stunden, Tage, Wochen, Jahre
    1. (umgangssprachlich) Zeitpunkt; eng begrenzter Zeitraum (in Bezug auf seine Stelle im Zeitablauf), Augenblick
    2. Uhrzeit
    3. [der jeweiligen Zonenzeit entsprechende] Einheitszeit, Normalzeit
    1. Zeitraum; Zeitabschnitt, Zeitspanne
    2. verfügbarer Teil des Nacheinanders, der Abfolge von Augenblicken, Stunden, Tagen usw.
    3. (Sport) für eine Leistung, besonders zum Zurücklegen einer Strecke, benötigter Zeitraum
    4. (Sport) Dauer eines Spiels, Wettkampfs
  2. Zeitraum, Zeitabschnitt des Lebens, der Geschichte usw. (einschließlich der herrschenden Verhältnisse)
  3. (Sprachwissenschaft) Zeitform, Tempus


 Der Tag verschwindet im Nebel.

Frostiger Wintermorgen.

 ZEIT im Rhythmus der Natur, verblühen und sich in die Erde zurück ziehen.

Es ist zu kalt um im Bademantel auf den Balkon zu gehen. Gleichzeitig mache ich einen Test mit der neuen Kamera, wie sie sich verhält wenn ich von drinnen nach draussen fotografiere. Die Erkenntnis, dass eine Spiegelung so spannend sein kann, weil es eine zweite Bildschicht hervorzaubert. (Im goldenen Schnitt natürlich, unumgänglicher künstlersicher Instinkt.) (>>Auf die Einkaufsliste schreiben: Polfilter kaufen!) 





Sonntag, 27. November 2016

silent sunday #104

Es scheint dringend zu sein!

silent Sunday heute meint: ganz nach dem eigenen Tempo in den Tag starten. Hilft das gegen den November Blues? Michaelas Thema aufgreifend habe ich überlegt, was in Tiefpunkt-Zeiten helfen könnte. Für mich bedeutet das unter anderem: Lernen, sprich: über den Tellerrand schauen.
Wie es heisst, leben wir in postfaktischen Zeiten. Ist das auch Grund genug um einen Blues verdächtiger Tiefpunkt zu erleben?



Erleuchtung erwünscht, egal wie!

Diesem Zustand möchte ich meinen "heiligen" Glauben an die Wissenschaft und der forschen Suche nach Fakten entgegensetzten.


Nach der Pilgerreise auf Shikoku bin ich, von Elli, auf diese Organisation aufmerksam gemacht worden: CHURSERA . Hier geht es ums Lernen. Wenn ich das richtig verstanden habe ist das die amerikanische Version eine Volkshochschule, allerdings eher auf gehobenem Niveau.

Insbesondere möchte ich diesen Kurs empfehlen, weil er uns Antworten geben kann auf viele politische und gesellschaftliche Fragen. Wie es zu der Welle von Populismus kommt, wieso ein Herr Trump solchen Zulauf erhält. Das liegt alles in den Neandertaler Genen, die immer noch aktiv sind. Auch wenn es auf den ersten Blick um Buddhismus geht, so erkennt man gegen Ende des Kurses, die Zusammenhänge zu aktuellen Themen. Der wissenschaftliche Fachbegriff heisst:"evolutenary psychology". https://www.coursera.org/learn/science-of-meditation


Die schlechte Nachricht: es ist alles auf englisch, einmal als Video Vortrag von dem Dozenten Robert Wright, und im Anhang alles noch mal schriftlich zum Nachlesen. Die gute Nachricht: das Wissen gibt es kostenlos, was nicht für alle Angebote gilt.


Auf geht´s, verlassen wir das postfaktische und bilden uns besinnlich weiter. Ein paar Inspirationen über die Kraft des "abergläubigen" Wünschens: Papierstreifen, auf die man seine Wünsche schreiben kann, alternativ kleine Holztäfelchen. Später wird der Abt diese verbrennen, der Rauch steigt auf und "höhere" Mächte sollen sich dann danach richten, bitte, und wirksame werden zu unserem Vorteil.











Sonntag, 20. November 2016

silent sunday #103 / Nachsatz

Ganz lieben herzlichen Dank für eure so phantasievollen und aufmunterten Reaktionen auf den November Blues Tag! Beim nächsten BloggerInnen Treffen wird es rote Häkelrosen regnen. Das ist eine nette Winter Abend Beschäftigung beim Fernsehen. Es tut gut, entspannt und produziert etwas nützliches, in dem die Wollreste verbraucht werden. UND wie ist die Fotoqualität der neuen Kamera???



silent sunday #103

Heute mache ich BLAU


Vielleicht ist es der November Blues? Es hat mich erwischt mit lustfeindlicher Müdigkeit! Ist es eine neue Krankheit oder "nur" einfach so, weil die Stimmung draussen so trüb ist, gemäss dem heutigen Totensonntag? Ein sehr freundlicher Wettermoderator nennt diese Farbe, die wir in verschiedenen Schattierungen und Abstufungen künstlerisch ausloten können: "lebensbejahendes Mausgrau". Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. 



Sonntag, 13. November 2016

silent sunday #102 echt falsch






Visionen zu haben ist ein Privileg des denkender Menschen - behaupte ich jetzt mal so. Und ich habe eine Vision, vielleicht eine sehr abgedrehte, aber so ist das bei Menschen mit viel Phantasie eben. Mit den Worten von Martin Luther King formuliert: "I have a dream".

Es gibt eine neue Technik, die sicher bald unser Medienwelt erobern wird, die TÄUSCHEND echt Stimmen imitieren kann. 20 Minuten Original Ton einer Person reichen. um mit dieser Software neue Sätze zu formulieren die dann klingen wie von Trump, Erdogan oder Putin.

Stellt euch vor, lasst es vor eurem inneren Auge, ach nein, Ohr, wahr werden: diese Politiker verkünden neue Botschaften die uns umwerfen, weil sie so überraschend anders klingen.

Stellt euch weiter vor, jemand könnte das technisch schaffen eine wortgewaltig formulierte Friedensrede den besagten Personen in den Mund zu legen, um diese Reden dann in die Netzte dieser Welt zu stellen.

Stellt euch vor, wie uns das Herz aufgeht, weil es so echt und überzeugend klingt.

Stellt euch vor, (was technisch längst machbar ist), dazu gäbe es noch die Mimik und Körpersprache des Protagonisten, die einem Dalai Lama würdig ist.

Stellt euch weiter vor, wie die Reaktionen der betroffenen Politiker ausfallen könnten, wenn sie plötzlich Begeisterung und Beifall erhalten aus der ganzen Welt ob ihres Sinneswandels?

I have a dream!

(Bild: Linolschnitt Selbstportrait, Kunstuntermischt Oberstufe)
P.S. Der Collagen Samstag war rundum ein Fest. Das harmonische Zusammenspiel von Geben und Nehmen habe ich es sehr genossen. Was mir richtig gut getan hat: zu sehen wie mein "Samenkorn" Minibuch aufging auf dem kreativen Humus und dort zu buntem Leben aufblühten. Ganz lieben Dank dafür.

Mittwoch, 9. November 2016

Kunst & Inspiration

NEIN 

was ist los mit dieser Welt im Land der unmöglichen Möglichkeiten?

Sprachlos und entsetzt wenn DAS wahr wird was aktuelle Hochrechnungen sagen.

Sonntag, 6. November 2016

silent sunday # 101 Kunst & Inspiration: TENRI









In meinem letzten Beitrag zum Muster Mittwoch Monat Mark Making Thema (5X M) stelle ich einen weitern Lieblingskünstler vor: Günther Uecker. Wahrscheinlich mag ich seine Werke, weil ich eine Ähnlichkeit zwischen meinen Zeichnungen und seinen Bildern sehe. Leider habe ich - noch - nicht seine Berühmtheit erlanget :-)
(Vielleicht passiert ja noch mal was in diese Richtung demnächst???)

Es ist für mich die Faszination durch das repetetive, sich stetig wiederholende bei gleichzeitiger Einmaligkeit, im Sinne einer "Handschrift, die jede Spur zum Unikat werden lässt. Eine abstrakte Versicherung meiner Existenz: hier und jetzt bin ich! Bin in der Lage meine Spur in einem kurzen Lebensabschnitt zu hinterlassen. Bei Günther Uecker spricht mich besonders an mit seinen "geschriebenen Bildern" und den "unalphabetischen Zeilen"

Zu diesem spannenden Thema sehe ich viele Aspekte in der Kunstwelt. Einige habe ich nach und nach vorgestellt.













Meinen meditativen Zeichenstil gibt es im Original zu sehen in der kommenden Ausstellung in KÖLN, TENRI vom 2.12. bis 23.12. 2016.  Es würde mich sehr freuen einige Kölner Bloggerinnen dort zu treffen.