Pipistrello ist Italienisch und heißt Fledermaus. Von der Decke hängend kann dieses Lebewesen die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Von ihm lernend möchte auch ich das Leben aus einer gewissen Distanz anschauen. Auf den Kopf gestellt und mit einem anderen Blickwinkel erlebt begegnet mir das Leben mit mehr Humor und Glücksmomenten.


Sonntag, 8. Januar 2017

silent sunday # 110







Heute greife ich mal tief in die "Klarmottenkiste" des Umweltschutzes. Ihr erinnert Euch sicher an diese Aufbruchstimmung in den 70igern wo wir gegen AKW´s und andere Umweltsünden protestiert haben. Leider ist es heute nicht wirklich besser bestellt um unseren Planeten, es ist definitiv schlimmer geworden. ("Die Menschheit schafft sich ab"). Mein missionarischer Aufruf an diesem Sonntag: schaut genau hin was ihr den Generationen nach uns hinterlasst. Die Armen müssen mit viel Kreativität DIE Suppe auslöffeln die wir heute im Topf vorkochen.
Weissagung der Cree:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Leider ist es eine Falsch Meldung dass der Häuptling Seattle diese Worte gesagt hat. Dem Inhalt schadet es nicht weil es nach wie vor zutrifft, vielleicht mehr denn je.

P.S. Über jeden Kommentar freue ich ich mich total, auch wenn ich nicht antworte. Das Hat Gründe die ich hier nicht ausweiten möchte, nur aber mal andeuten.



Sonntag, 1. Januar 2017

silent sunday # 109

Auszug aus dem Buch von Harald Lech und Klaus Kamphausen: "Die Menschheit schafft sich ab".

Frederic Jameson:
"Woran liegt es eigentlich, dass unser Zeitalter so fantasiereich ist im Ausdenken von apokalyptischen Endzuständen, von Weltvernichtung, aber so unfassbar armselig im Ausdenken von alternativen positiven Visionen?"
In diesem Sinne wünsche ich uns genügend Fantasie und Kraft um die Visionen zu erfinden.







Sonntag, 18. Dezember 2016

silent sunday #107 echt falsch

Dieses Prachtexemplar habe ich letztes Jahr selbst erlegt. Zu schwer für den Transport und zu gross für meine Wohnung. So entschied ich mich zu einer Spende an das Museum vor Ort. Ausgestopft passt er dort auch viel besser hin, oder?


Lasst euch von NIEMANDEM einen Bären aufbinden! Wie hellsichtig ich war als ich euch mit diesen sonntäglichen Gedanken erfreuen wollte: silent sunday  #102 echt falsch
Nun ist es ein überall ein Thema, die FAKE NEWS ! Wie kann man / Frau sich dagegen schützen? Meine Empfehlung: "Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" Der Satz ist schon alt und dabei so aktuell wie damals, als Immanuel Kant ihn schrieb. Harald Lech nennet es unseren Erkenntnisapparat, diese kleinen, grauen Zellwindungen, die wir am höchsten Punkt unseres Körpers aufbewahren. Unser Gehirn, was dort oben sicher untergebracht ist und vor Verletzungen geschützt. Ein unersetzliches Organ. Was aber nicht bedeutet, dass es besonders geschont werden muss. Im Gegenteil: wie ein Muskel wird es umso fitter je mehr es trainiert wird! Ist wissenschaftlich erwiesen.


Petra ist die Mona Lisa!




Hier am Automaten gibt es Eisbärensaft, sehr schmackhaft. Bedauerlicherweise kannst du das nur in der Arktis kaufen.


Dieses Norwegische Parkhaus sucht einen Kandidaten zum heiraten. Wahrscheinlich werden sie viele kleine Autos als Kinder bekommen.

Und Käsefüllung enthält keine Präservative!









In Norwegen ziehen sich die Leute die Schuhe aus wenn sie ein Haus, eine Wohnung betreten. Sogar ein Museumsbesuch verpflichtet dazu. Alternativ: anstatt die eigen Schuhe auszuziehen, gibt es so blaue Plastik Überzieher für die eigenen Schuhe am Eingang, (die man einmal benutzt) . Beim verlassen wirft man diesen Schuh-Schutz in einen dafür bereitgestellten Abfalleimer. Ob Eisbären sich an diese Regel halten ist mir nicht bekannt.




Wo ist der Rettungsring um uns davor zu bewahren im Meer der Dummheit zu ertrinken? OK, zugegeben, etwas zynisch. Angesichts aktueller Welt Ereignisse verfalle ich aus Mangel an Möglichkeiten darauf Einfluss zu nehmen, in den Frust Modus.
P.S. Über eure Kommentare freue ich mich immer sehr! Allerdings schreibe ich selten Antworten. Bitte das zu entschuldigen. So ist es halt bei mir.




Sonntag, 11. Dezember 2016

silent Sunday _ Kunst und Inspiration # 106




Die Suche nach MU! Wie das Kenji für Nichts auf japanisch ausschaut seht ihr hier. Ein Stempel den ich in Japan gekauft habe.




"Warum fährst du wieder in die Kälte, in die Arktis nach Longyearbyen"? werde ich gefragt? Auch frage ich mich selbst warum ich so eine verrückte Sache plane? Die Flugtickets sind schon gekauft, im März geht es los. Glücklicherweise habe ich entdeckt dass ich nicht alleine so "drauf" bin sondern es Gleichgesinnte gibt, die ich hiermit einmal vorstellen möchte. Sieben KünstlerInnen erklären was SIE daran fasziniert.
Diese Leere, diese Ruhe, eben das dort praktisch nichts ist im Vergleich zu der Über Fülle hier in unserem alltäglichen Leben. Ich bin gespannt auf den Schnee der sich in vielfältigen Weisstönen präsentieren wird.







Bisher kenne ich diese Landschaft nur im Sommer, ja SOMMER. Nun bin ich sehr gespannt auf die Situation die sich mir im Frühling zeigt, wenn am 8. März das Sonnenlicht über die Berge zurück kehrt. Ein besonderer Festtag! Die Bewohner kommen zusammen und feiern das Ende des arktischen Winters mit mehrmonatiger Dunkelheit. Nun gibt es eine kurze Phase wo die Sonne "normal" auf und unter geht und es tagsüber hell, nachts dunkel ist.




Praktisch ALLES wird weiss sein. Wahrscheinlich bei klirrender Kälte, wenn der Klimawandel nicht eine überraschend warmen Frühling bringt. Weiss wird alle Konturen und Strukturen der Landschaft auslöschen, gleich machen, so dass ich dem NICHTS, MU, der Leere näher komme. Gedanklich bin ich in der Planung welche Farben, welche Stifte ich einpacken werde. Es wird der Bleistift sein der bei Eis und Kälte eine Skizze erlaubt, in situ gezeichnet, bevor die Finger wieder in der Wärme der Handschuhe verschwinden.



Sonntag, 4. Dezember 2016

silent sunday #105






ZEIT, der Titel meiner Gemeinschaftsausstellung Ausstellung, bewirkt mein Nachdenken zu dem Thema. Zwei Kerzen an meinen sehr minimalistischen Kranz brennen wie in Tausenden Haushalten heute. Das ist etwas Verbindendes. Zeit bedeutet: dieses kehrt nie wieder. Was auch immer es ist, vorbei. Gegenwart ist eine praktisch unmögliche Begegnung zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Mein geliebter Blick aus dem Küchenfenster zum Abendhimmel zeigt Zeit, verdeutlicht mir anhand der Farbveränderung wie schnelle das geht, Kindheitserinnerungen: "Die Engelchen backen wieder!








AUS DEM DUDEN:



Zeit, die

Wortart:  Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▮▮




RECHTSCHREIBUNG




Worttrennung: Zeit



  • zu meiner, seiner, uns[e]rer Zeit
  • zu aller Zeit, aber all[e]zeit
  • auf Zeit (Abkürzung a. Z.)
  • eine Zeit lang oder Zeitlang warten; aber nur einige, eine kurze Zeit lang
  • es ist an der Zeit; von Zeit zu Zeit; Zeit haben; wir haben nur eine Stunde, drei Wochen Zeit
  • auf Zeit spielen (Sport)
  • ein zeitsparendes oder Zeit sparendes Verfahren (vgl. zeitsparend, Zeit sparend)
Zusammensetzungen:
  • beizeiten; vorzeiten
  • zurzeit (gerade jetzt, Abkürzung zz., zzt.), zuzeiten (bisweilen), aber zur Zeit, zu der Zeit, zu Zeiten (Abkürzung z. Z., z. Zt.) Karls des Großen
  • jederzeit, aber zu jeder Zeit
  • derzeit
  • seinerzeit (Abkürzung s. Z.), aber alles zu seiner Zeit
  • zeitlebens

BEDEUTUNGSÜBERSICHT




  1. Ablauf, Nacheinander, Aufeinanderfolge der Augenblicke, Stunden, Tage, Wochen, Jahre
    1. (umgangssprachlich) Zeitpunkt; eng begrenzter Zeitraum (in Bezug auf seine Stelle im Zeitablauf), Augenblick
    2. Uhrzeit
    3. [der jeweiligen Zonenzeit entsprechende] Einheitszeit, Normalzeit
    1. Zeitraum; Zeitabschnitt, Zeitspanne
    2. verfügbarer Teil des Nacheinanders, der Abfolge von Augenblicken, Stunden, Tagen usw.
    3. (Sport) für eine Leistung, besonders zum Zurücklegen einer Strecke, benötigter Zeitraum
    4. (Sport) Dauer eines Spiels, Wettkampfs
  2. Zeitraum, Zeitabschnitt des Lebens, der Geschichte usw. (einschließlich der herrschenden Verhältnisse)
  3. (Sprachwissenschaft) Zeitform, Tempus


 Der Tag verschwindet im Nebel.

Frostiger Wintermorgen.

 ZEIT im Rhythmus der Natur, verblühen und sich in die Erde zurück ziehen.

Es ist zu kalt um im Bademantel auf den Balkon zu gehen. Gleichzeitig mache ich einen Test mit der neuen Kamera, wie sie sich verhält wenn ich von drinnen nach draussen fotografiere. Die Erkenntnis, dass eine Spiegelung so spannend sein kann, weil es eine zweite Bildschicht hervorzaubert. (Im goldenen Schnitt natürlich, unumgänglicher künstlersicher Instinkt.) (>>Auf die Einkaufsliste schreiben: Polfilter kaufen!) 





Sonntag, 27. November 2016

silent sunday #104

Es scheint dringend zu sein!

silent Sunday heute meint: ganz nach dem eigenen Tempo in den Tag starten. Hilft das gegen den November Blues? Michaelas Thema aufgreifend habe ich überlegt, was in Tiefpunkt-Zeiten helfen könnte. Für mich bedeutet das unter anderem: Lernen, sprich: über den Tellerrand schauen.
Wie es heisst, leben wir in postfaktischen Zeiten. Ist das auch Grund genug um einen Blues verdächtiger Tiefpunkt zu erleben?



Erleuchtung erwünscht, egal wie!

Diesem Zustand möchte ich meinen "heiligen" Glauben an die Wissenschaft und der forschen Suche nach Fakten entgegensetzten.


Nach der Pilgerreise auf Shikoku bin ich, von Elli, auf diese Organisation aufmerksam gemacht worden: CHURSERA . Hier geht es ums Lernen. Wenn ich das richtig verstanden habe ist das die amerikanische Version eine Volkshochschule, allerdings eher auf gehobenem Niveau.

Insbesondere möchte ich diesen Kurs empfehlen, weil er uns Antworten geben kann auf viele politische und gesellschaftliche Fragen. Wie es zu der Welle von Populismus kommt, wieso ein Herr Trump solchen Zulauf erhält. Das liegt alles in den Neandertaler Genen, die immer noch aktiv sind. Auch wenn es auf den ersten Blick um Buddhismus geht, so erkennt man gegen Ende des Kurses, die Zusammenhänge zu aktuellen Themen. Der wissenschaftliche Fachbegriff heisst:"evolutenary psychology". https://www.coursera.org/learn/science-of-meditation


Die schlechte Nachricht: es ist alles auf englisch, einmal als Video Vortrag von dem Dozenten Robert Wright, und im Anhang alles noch mal schriftlich zum Nachlesen. Die gute Nachricht: das Wissen gibt es kostenlos, was nicht für alle Angebote gilt.


Auf geht´s, verlassen wir das postfaktische und bilden uns besinnlich weiter. Ein paar Inspirationen über die Kraft des "abergläubigen" Wünschens: Papierstreifen, auf die man seine Wünsche schreiben kann, alternativ kleine Holztäfelchen. Später wird der Abt diese verbrennen, der Rauch steigt auf und "höhere" Mächte sollen sich dann danach richten, bitte, und wirksame werden zu unserem Vorteil.